Markisentücher

 

Zusammensetzung von Markisenstoffen

Markisenstoff ist ein Gewebe mit Leinen ähnlichem Charakter und wird zu 100% aus Polyacryl, hergestellt und wird für die meisten Markisentücher und Sonnensegel in Europa verarbeitet, da diese Stoffe speziell für den Außenbereich entwickelt wurden.

Durch die Spinndüsenfärbung der einzelnen Fasern weisen sie höchste Licht- und Farbechtheit auf und sind widerstandsfähig gegen Witterung, Verrottung und andere Umwelteinflüsse. Die Veredelung durch die spezielle Imprägnierung bietet einen bewährten Schutz vor Schmutz und gibt dem Markisentuch öl-, fett- und wasserabweisende Eigenschaften.

So wird von den Herstellern garantiert, dass die Stoffe lange schön aussehen.

Ohne diese Imprägnierung würde der Stoff bis zu 127% des Eigengewichts an Wasser aufnehmen, mit der Imprägnierung reduziert sich die Aufnahme auf nur ungefähr 13%.

 

Eigenschaften von Markisenstoff

  • hohen UV-Schutz
  • hohe Stabilität und Reißfestigkeit
  • bestmögliche Lichtbeständigkeit
  • sind Wasserabweisend
  • sind Schmutzabweisend
  • sind Verrottungsresistent
  • sind Schimmelresistent**

 

** Schimmel? Die Kunstfaser Polyacryl selbst schimmelt nicht, es ist nur der Schmutz auf dem Stoff als Nährboden für Mikroorganismen.

 

Produkteigenschaften von Markisentüchern

Markisentücher sind technische Gewebe, die neben der funktionellen Aufgabe auch noch dekorativ sind.

Sie sind Hochleistungsprodukte, die strengen technischen Anforderungen entsprechen. Bei jeder Produktion werden sie umfangreichen Labortests unterzogen. Anforderungen wie Wasserdichtheit, Steifigkeit, schmutz- und wasserabweisende Eigenschaften, Einreiß- und Weiterreißfestigkeit, Farbechtheit und viele andere Eigenschaften werden festgelegt, gemessen, und für jeden Tuchtyp von uns b.z.w. unseren Herstellern garantiert.

Obwohl bei der Herstellung nur kontrolliertes Tuch erster Wahl verwendet wird, sind der Perfektion Grenzen gesetzt. Bestimmte Erscheinungen im Tuch werden von Markisenbesitzern mitunter beanstandet, sind aber auch beim heutigen Stand der Technik nicht vollkommen auszuschließen.

  • Knickfalten
    entstehen bei der Konfektion und beim Falten des Sonnenschutztuches. An der gefalteten Stelle kann im Gegenlicht, vor allem bei hellen Farben, ein dunkler Strich sichtbar werden, der durch Knickung der Faser entsteht (Lichtbrechung). (1) (2)
     
  • Welligkeit im Naht- und Bahnenbereich
    kann entlang der Seitensäume, im Bereich der Nähte und mitten in den Bahnen entstehen. Das Tuch wird an den Nähten doppelt gelegt. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Aufrolldurchmesser. Die Span nung, die durch die Gelenkarme und das Durchhän gen der Wickelwelle und/oder des Ausfallprofils entsteht, kann diese Effekte begünstigen. Auch wenn sich durch starken Regen ein Wassersack gebildet hat, kann sich Welligkeit bilden. (3) (4) (5)
     
  • Wasserdichtheit / Regenbeständigkeit
    Sonnenschutzgewebe sind mit einem wasserabstoßenden Finish imprägniert und bleiben bei guter Pflege und einem Neigungswinkel von mindestens 14° während eines kurzen, leichten Regenfalls regenbeständig. Bei längeren Perioden und/oder schwerem Regenfall muss die Markise geschlossen bleiben oder eingerollt werden, um Schaden zu vermeiden. Ist das Tuch nass geworden, muss die Markise später zum Trocknen ausgefahrenwerden, um Stockflecken zu vermeiden.
     
  • Seitenbahnenlängung
    Das Tuch wird meist durch ein aktives Federsystem fast permanent auf Spannung gehalten. Nähte und Säume wirken zwar wie eine Verstärkung, müssen aber auch die höchste Belastung aushalten. Beim Aufrollen des Tuches liegen die Säume und Nähte übereinander, was Druck und Spannung noch erhöht. Dadurch werden sie besonders beansprucht und gedehnt. Dies kann beim Ausfahren der Markise dazu führen, dass die Seitensäume leicht herunterhängen. (6)